Nur 27 der 40 Register unserer Orgel kamen aus klanglichen Gründen regelmäßig in Gottesdienst und Konzert zum Einsatz!
Die restlichen 13 Register waren z.T. unbrauchbar, da sie klanglich instabil oder kaum sinnvoll einsetzbar waren, da sie z. B. zu spitz oder schrill klangen oder sich mit anderen Klangfarben der Orgel schlecht mischten.
Nur wenige Register konnten solistisch genutzt werden, da die klanglichen Eigenschaften vieler Register unzulänglich waren.
Dies äußerte sich in:
- schlechter „Ansprache“ der Töne (Der Ton erklingt mit zu großer zeitlicher Verzögerung. So ist kein schnelles Spiel möglich.)
- klanglicher Instabilität der Töne (Der Ton „wabert“.)
- zu laute Obertöne, aber kaum hörbare Grundtöne (Beispiel: Einige tiefe Töne sind so unspezifisch, dass nicht einmal ein Messgerät sie erkennen kann.)
- unterschiedlich laute Töne innerhalb eines Registers
Solche Register konnten nur in Kombination mit mehreren anderen Registern verwendet werden, damit die klanglichen Mängel im Gesamtklang „kaschiert“ werden.
Die Lautstärkeverhältnisse der Register zueinander waren sehr unausgewogen. Ein stufenloses crescendo oder decrescendo (Anheben oder Senken der Lautstärke) ist kaum realisierbar.
Daher fehlte es der Orgel in erheblichem Maße an klanglicher Vielseitigkeit und Flexibilität, die ein Instrument dieser Größe verspricht.